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| News aus BayernRodenstock warnt vor übertriebenen Hoffnungen
München (dpa/lby) - Der Präsident der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw), Randolf Rodenstock, hat vor übertriebenen Hoffnungen in das weitere Wirtschaftswachstum gewarnt. Der Aufholprozess werde nicht im bisherigen Tempo weitergehen, sagte Rodenstock am Montag in München. Angesichts der anhaltenden Risiken für die Konjunktur gebe es für die Wirtschaft noch viel zu tun. «Wir befinden uns nicht mehr auf der Intensivstation, aber wir müssen nun in die Reha.» Die Stimmung unter den Firmen in Bayern ist aber so gut wie seit Jahren nicht. Der von der vbw ermittelte Index zur Entwicklung der bayerischen Wirtschaft stieg um 53 auf 141 Punkte.
Seehofer verteidigt Berliner Steuerbeschlüsse
München (dpa/lby) - CSU-Chef Horst Seehofer hat die Öko- und Tabaksteuerbeschlüsse der schwarz-gelben Koalition verteidigt. Es sei eine gute Entscheidung, auf diese Weise Arbeitsplätze zu sichern, sagte Seehofer am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Auch in Bayern hätten die alten Ökosteuer-Beschlüsse vielen Unternehmen Probleme gemacht. Die Spitzen der schwarz-gelben Koalition hatten sich am Sonntagabend darauf verständigt, dass energieintensive Unternehmen ihre Vergünstigungen bei der Ökosteuer zum Großteil behalten dürfen. Dafür soll im Gegenzug die Tabaksteuer erhöht werden, um keine neuen Löcher im Haushalt entstehen zu lassen.
Warnstreiks im bayerischen Regionalverkehr
Nürnberg (dpa/lby) - Auch die Pendler in Bayern müssen sich am Dienstag auf eine längere Anreise zur Arbeit einstellen. Die Gewerkschaft Transnet wolle am Nachmittag zu Warnstreiks aufrufen, sagte Sprecher Johann Gebhardt am Montagvormittag in Nürnberg. «Wir schließen uns der bundesweiten Aktion an», ergänzte Gebhardt. Bestreikt werden in Bayern ihm zufolge am Dienstag ab 5.00 Uhr die Nahverkehrsanbieter Veolia, Arriva und Deutsche Bahn. «Der Streik wird nicht nur auf die Zentren beschränkt bleiben.» Er soll drei Stunden dauern. Ende der Woche steht eine neue Tarifrunde an. Die Gewerkschaft wolle bis dahin Druck machen, sagte Gebhard.
CSU nach Renten-Wirbel um Schadensbegrenzung bemüht
München (dpa/lby) - Nach dem CSU-internen Wirbel um die Veto- Drohung von Parteichef Horst Seehofer gegen die Rente mit 67 sind alle Beteiligten um Schadensbegrenzung bemüht. «Beschäftigen wir uns mit dem, was tatsächlich ist, und nicht mit konstruierten Dingen», sagte Seehofer am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Auf die Frage, ob die CSU in München und Berlin sich einig sei, sagte Seehofer: «Da habe ich überhaupt keine Zweifel dran.» CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich betonte: «Wir sind uns einig, die Rente mit 67 gilt - und da hat niemand Zweifel daran gelassen.» Die CSU fordere aber auch, dass es ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere gibt.
Feuerwehrhaus in Flammen
Münnerstadt/Würzburg (dpa/lby) - Ausgerechnet der Dachstuhl des Feuerwehrhauses ist am Montagmorgen in Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen) in Brand geraten. Dabei konnten die örtlichen Brandspezialisten aber auf die Hilfe der Nachbarwehren zählen: Rund 50 Helfer aus den Gemeinden Windheim, Nüdlingen und Bad Bocklet rückten an, um das brennende Gerätehaus der Kollegen zu löschen. Wie die Polizei in Würzburg mitteilte, gehen die Ermittler der Kripo Schweinfurt von einem technischen Defekt als Ursache aus. Eine Zeugin hatte in den frühen Morgenstunden das Feuer bemerkt und sofort die Hilfskräfte verständigt.
Ex-BayernLB-Chef Schmidt droht Millionenklage
München (dpa/lby) - Der frühere BayernLB-Chef Werner Schmidt muss wegen des Milliardendebakels mit dem Kauf der österreichischen Hypo Alpe Adria Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe befürchten. Die BayernLB sieht ihn nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (Montag) als Hauptverantwortlichen für die Übernahme der HGAA, die zu einem Verlust von 3,7 Milliarden Euro geführt hat. Deshalb sei gegen Schmidt eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe geplant, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Bayern und der CSU/FDP-Koalition. Bei den anderen damaligen Vorstandsmitgliedern könnten die Forderungen geringer ausfallen.
Fischers Prostituierten-Affäre: Prozess unterbrochen
München (dpa) - Der Prozess um die Prostituierten-Affäre von Ottfried Fischer ist am Montag kurz nach Beginn am Amtsgericht München unterbrochen worden. Die Verteidiger des Hauptangeklagten und eines Journalisten beantragten ein sogenanntes Rechtsgespräch mit den Prozessbeteiligten. Daraufhin zogen sich Staatsanwalt, Richter und Anwälte zur Beratung zurück. Laut Anklage hatten mehrere Personen den 56-Jährigen im Sommer 2009 beim Sex gefilmt und die Aufnahmen an einen Ex-Mitarbeiter der «Bild»-Zeitung verkauft. Der Journalist soll den Kabarettisten mit dem Material unter Druck gesetzt haben. Fischer ist als Zeuge geladen, das Urteil könnte noch am Montag fallen.
CSU will freiwilliges «Jahr für die Gemeinschaft»
München (dpa/lby) - Als Konsequenz aus dem geplanten Aus für Wehrpflicht und Zivildienst will die CSU ein freiwilliges «Jahr für die Gemeinschaft» einführen. «Ein "Jahr für die Gemeinschaft" dient zugleich dem Gemeinwesen wie auch der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung der darin engagierten Menschen aller Generationen», heißt es in einem Leitantrag der Parteispitze für den Parteitag am Wochenende. Das Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, sollte am Montag vom CSU-Vorstand förmlich beschlossen werden. Das «Jahr für die Gemeinschaft» soll dem Leitantrag zufolge gleichwertige Bedingungen für alle freiwilligen Dienste bieten.
Puma: Griechische Partner veruntreuen Millionen
Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikel-Hersteller Puma ist nach eigenen Angaben Opfer eines millionenschweren Betrugs geworden. Die griechischen Puma-Partner, die Gebrüder Glou, hätten mehrere Jahre lang Gelder des Unternehmens hinterzogen und veruntreut, teilte ein Puma-Sprecher am Montag mit. Das habe eine umfassende Sonderprüfung ergeben. Dadurch seien für 2009 nachträglich Abschreibung vor Steuern in Höhe von 115 Millionen Euro notwendig. Das Geschäftsjahr 2010 werde mit rund 15 Millionen Euro belastet. Die inzwischen eingeleitete Restrukturierung von Puma-Griechenland schlage mit weiteren 15 Millionen Euro zu Buche, sagte der Puma-Sprecher.
Hoeneß: «Keine Riesentransfers» im Winter
München (dpa/lby) - Der FC Bayern München will in der Winterpause trotz des schlechten Tabellenstandes in der Fußball-Bundesliga keine großen Korrekturen an seinem Kader vornehmen. «Man kann sicher sein, dass der FC Bayern im Winter keine riesigen Investitionen vornimmt und keine Riesentransfers macht», kündigte Präsident Uli Hoeneß am Montag in einem Interview des «Münchner Merkur» an. Der aktuelle, von Verletzungen geplagte Kader sei «besser als im Vorjahr», erklärte Hoeneß. Interessant sei allenfalls die Verpflichtung eines rechten oder linken Außenverteidigers, «der weiterhilft». Der deutsche Meister hatte im Sommer auf teure Neuzugänge verzichtet.

