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| News aus keywordWettbewerb «Solarliga Rheinland-Pfalz» gestartet
Mainz (dpa/lrs) - In Rheinland-Pfalz können Städte und Gemeinden ab sofort um den Sieg in der «Solarliga» kämpfen, einem landesweiten Wettbewerb zur Sonnenenergie. An die Spitze kommt, wer möglichst viele Anlagen für Solarwärme und Solarstrom installiert hat. Den Startschuss gab am Montag Umweltministerin Margit Conrad (SPD). «Wir erwarten uns doch eine enorme Dynamik», sagte sie in Mainz. Die Meisterschaft ist ein regionaler Ableger der «Solarbundesliga», an der bislang mehr als 250 Kommunen in Rheinland-Pfalz teilnehmen. Ein Landessieger werde womöglich im Sommer gekürt, sagte Conrad. Solar-Landesmeisterschaft Internetportal Solarbundesliga Pressemitteilung
Ermittlungen gegen mehr als 1100 Atomkraftgegner
Lüneburg (dpa) - Bereits mehr als 1100 Atomkraftgegner haben sich einem Internet-Aufruf zum massenhaften Entfernen von Steinen aus dem Gleisbett entlang der Castor-Route angeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg wird wie angekündigt gegen alle Unterzeichner der Kampagne «Castor schottern» Ermittlungsverfahren einleiten, bestätigte eine Sprecherin am Montag. Die Staatsanwaltschaft sieht in der Aktion - auch wenn die Unterzeichner sie nicht tatsächlich umsetzen - eine Straftat, auf die bis zu fünf Jahren Haft stehen. Mittlerweile haben mehr als 1100 Einzelpersonen und über 240 Gruppen unterzeichnet.
Sitzblockaden vor dem Brandenburger Tor
Gorleben/Berlin (dpa/lni) - Vor dem Brandenburger Tor in Berlin wollen Atomkraftgegner in dieser Woche Sitzblockaden üben. Bei einer Blockade-Übung soll an diesem Donnerstag (28.) in Sichtweite des Bundestages öffentlich das Verhalten bei polizeilicher Räumung trainiert werden. Die Initiatoren des Protestes wollen aber auch gegen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke demonstrieren, kündigte die Anti-Atom-Initiative «X-tausendmal quer» am Montag an. «X-tausendmal quer» will Anfang November eine große gewaltfreie Sitzblockade gegen den nächsten Castor-Transport ins Atommüll-Zwischenlager Gorleben organisieren. Anti-Atom-Initiative X-tausendmal quer
NABU für stärkere Auflagen für Bioenergieanlagen
Magdeburg (dpa/sa) - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Sachsen-Anhalt fordert stärkere Auflagen für Biogasanlagen. Der Energiegewinnung dienten zunehmend angebaute Feldfrüchte wie Mais und immer weniger landwirtschaftliche Reststoffe und Gülle, teilte der NABU am Sonntag in Magdeburg mit. Dem Maisanbau falle vor allem Grünland zum Opfer, das für die Artenvielfalt wichtig sei. Hier fordere der NABU eine Überarbeitung der Förderinstrumente. Die Verwertung von Reststoffen und Gülle müsse stärker berücksichtigt werden, die Vergütungssätze etwa für Mais hingegen reduziert.
Proteste gegen Atommülltransporte
Berlin/Jülich (dpa/lnw) - Bundesweit protestieren zur Stunde Atomgegner gegen die geplanten Atommülltransporte in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen versammelten sich die Demonstranten am Samstagmorgen zunächst am Forschungszentrum Jülich und in Düren. Gegen Mittag begannen dann Proteste in Köln. Im Laufe des Tages sind entlang der Zugstrecke zum Zwischenlager Ahaus mehr als zehn Aktionen in NRW geplant. Noch in diesem Jahr sollen auf dieser Strecke radioaktive Abfälle des früheren Forschungsreaktors in Jülich transportiert werden. Die Castor-Gegner wollen hingegen, dass der Atommüll in Jülich bleibt, bis ein Endlager gefunden ist. Bundesweit werden heute Tausende Teilnehmer bei mehr als 100 Aktionen erwartet. Aktionstag
Personalabbau bei Eisengießerei Torgelow
Neubrandenburg (dpa/mv) - Atom statt Wind: Weil der geplante Aufbau eines Windkraftparks ins Stocken geraten ist, muss die Eisengießerei Torgelow nach Informationen des «Nordkurier» (Samstag) Personal abbauen. Ein neuer Auftrag könnte jedoch von der Gesellschaft für Nuklearservice in Essen kommen, die unter anderem am Rückbau von Kernkraftwerken beteiligt sei, berichtet die Zeitung. 100 Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma könnten vorerst nicht weiter beschäftigt werden. Das Unternehmen habe aber 40 Zeitarbeitern eine Festanstellung angeboten. Der von Bard Engineering geplante Aufbau des Windparks stockt, weil es Probleme mit dem Netzanschluss gebe.
CO2-Ausstoß 20 Prozent geringer als bundesweit
Nürnberg (dpa/lby) - Der durchschnittliche Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 liegt im Großraum Nürnberg 20 Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Das hat eine Studie der Metropolregion Nürnberg ergeben, die am Freitag vorgestellt wurde. «Dieses Projekt zeigt, dass der Klimaschutz in Nordbayern einen hohen Stellenwert hat», erklärte der Nürnberger Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) am Freitag laut Mitteilung. Die Studie wurde in Auftrag gegeben, um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen für die Region Nürnberg zu erheben und einen Klimaschutzfahrplan aufzustellen. Die Metropolregion ist ein Zusammenschluss von Städten und Kreisen, um die Interessen der Region in Europa wirksamer vertreten zu können.
Neustart von AKW Krümmel möglicherweise später
Hamburg/Geesthacht (dpa/lno) - Der Neustart des stillstehenden Atomkraftwerks Krümmel verzögert sich möglicherweise. Es sei offen, ob der Antrag auf Wiederanfahren noch im Dezember oder erst Anfang des Jahres gestellt werde, sagte eine Sprecherin von Vattenfall Europe am Freitag in Hamburg. Noch Mitte September hatte der Betreiberkonzern angekündigt, den seit Mitte 2007 stillstehenden Reaktor dieses Jahr wieder zu starten. Vattenfall-Europe-Chef Tuomo Hatakka sagte «Spiegel Online»: «Ich kann nicht ausschließen, dass die Zustimmung der Behörden zum Wiederanfahren erst Anfang 2011 erfolgt.» Er räumte ein, dass viele Nachbesserungen in dem Kraftwerk noch nicht fertig und einige Fragen der Kieler Atomaufsicht noch nicht vollständig beantwortet seien.
WWF-Frau wechselt zur EnBW
Karlsruhe (dpa/lsw) - Eine Managerin der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) wechselt zum Karlsruher Stromkonzern EnBW. Christine Kolmar, bisher Mitglied der Geschäftsleitung beim WWF Deutschland, soll sich für Nachhaltigkeit bei dem Energieversorger einsetzen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Kolmar soll mit Beginn nächsten Jahres Leiterin der neuen Stabsstelle Corporate Responsibility, Nachhaltigkeit und Unternehmenspositionierung werden, und direkt an Vorstandschef Hans-Peter Villis berichten. Damit will die EnBW ihre «gesellschaftliche Verantwortung weiter stärken» und die erneuerbaren Energien ausbauen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der ehemalige Verdi-Gewerkschafter Werner Vorderwülbecke in die Geschäftsführung des Energieversorgers wechselt.
Atomkraftgegner machen mobil
Lüneburg/Hamburg (dpa/lni) - Die Atomkraftgegner bereiten sich massiv auf die Aktionen zum geplanten Castor-Transport nach Gorleben vor. So wollen Aktivisten von Greenpeace bundesweit in mehr als 50 Städten eine Woche lang die Bürger informieren, wie sie sich an den Demonstrationen beteiligen können. Für Samstag haben Atomgegner zu einem «Castorstrecken-Aktionstag» an mehr als 60 Orten aufgerufen. Am Sonntag soll eine Castor-Attrappe von Gorleben auf den Weg nach Berlin gebracht werden. Die «BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen Uelzen» schließlich bietet am Montagabend (25. Oktober) gemeinsam mit «X-tausendmal quer» ein Sitzblockadentraining für an. Greenpeace-Mitteilung Castor-Strecken-Aktionstag Campact Contratom

