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| News aus keywordZwei Preisträger teilen sich Integrationspreis
Berlin (dpa/bb) - Den Integrationspreis 2010 des Berliner Landesbeirats für Migrations- und Integrationsfragen teilen sich das Bildungswerk in Kreuzberg und das Vivantes-Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen. Sozialsenatorin Carola Bluhm (Linke) wird die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung am kommenden Dienstag (26.10.) im Roten Rathaus überreichen, wie ihre Verwaltung am Freitag ankündigte. Der Preis wird alljährlich verliehen. Der Landesbeirat würdigt die diesjährigen Preisträger für eine gelungene interkulturelle Öffnung ihrer Unternehmen.
Grüne wollen mehr Geld für Integrationskurse
Wiesbaden (dpa/lhe) - Die hessischen Grünen fordern eine ausreichende Finanzierung der Sprach- und Integrationskurse für Zuwanderer. Die Nachfrage nach den seit 2005 abgehaltenen Kurse wachse schneller als die Haushaltsmittel der Bundesregierung, sagte die Landtagsabgeordnete Mürvet Öztürk am Freitag in Wiesbaden. Die CDU/FDP-Landesregierung solle sich in Berlin dafür einsetzen, die Mittel aufzustocken. Seit 2005 hätten 600 000 Zuwanderer daran teilgenommen, etwa 60 Prozent von ihnen freiwillig. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg gibt nach eigenen Angaben in diesem Jahr die Rekordsumme von 233 Millionen Euro für die Kurse aus. Mitteilung der Grünen Mitteilung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu den Integrationskursen
Böhmer für schnellere Anerkennung von Abschlüssen
Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat sich für eine beschleunigte Anerkennung ausländischer Berufs- und Bildungsabschlüsse ausgesprochen. «Ich bin der Meinung, dass wir das leisten müssen. Aber man kann das nicht übers Knie brechen», sagte er am Mittwoch dem Radiosender MDR Info. Zum einen seien je nach Berufsfeld Kammern, Länder oder der Bund für die Anerkennung zuständig. Außerdem müsse geprüft werden, inwieweit die Ausbildungsergebnisse einzelner Staaten vergleichbar seien. Das Thema steht auch auf der Tagesordnung der Ministerpräsidentenkonferenz, die am Donnerstag in Magdeburg beginnt.
Hahn für rasche Neuregelung der Zuwanderung
Wiesbaden (dpa/lhe) - Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn hat eine rasche Neuregelung der Zuwanderung nach Deutschland gefordert. «Ich hoffe, dass die Bundesregierung so klug ist, dass sie jetzt bald Nägel mit Köpfen macht», sagte der FDP-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Der Minister begrüßte die Initiative von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) zur beschleunigten Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Eine Neuregelung werde den Betroffenen helfen und den Fachkräftemangel beseitigen. Hahn forderte, die Bundesregierung solle in der Zuwanderungsdebatte eine klare Botschaft senden. Hahn bricht am Vormittag zu einer dreitägigen Reise in die Türkei auf.
Stipendien für Schüler mit ausländischen Wurzeln
Dresden (dpa/sn) - Acht Schüler mit ausländischen Wurzeln werden heute (Mittwoch, 13.45 Uhr) in das START-Programm der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung aufgenommen. Im Dresdner Kulturrathaus erhalten sie zugleich ein Stipendien in Sachsen. Die leistungsstarken und gesellschaftlich engagierten Jugendlichen bekommen einen Laptop mit Internetanschluss und 100 Euro Bildungsgeld im Monat. Sie werden zudem zu Seminaren eingeladen, bei denen es um Persönlichkeitsbildung oder Politik geht. Insgesamt soll das START-Stipendium dann 34 Mädchen und Jungen der Klassen 7 bis 10 den Zugang zum höheren Bildungsabschluss erleichtern.
Seehofer droht mit Stopp für Rente mit 67
München (dpa/lby) - CSU-Chef Horst Seehofer hat mit einem Stopp der Einführung der Rente mit 67 gedroht, falls die deutsche Wirtschaft die Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer nicht verbessert. «Wenn die deutsche Wirtschaft nicht endlich beginnt, Arbeitnehmer über 50 zu beschäftigen - darunter sind auch viele Fachkräfte -, werde ich als Horst Seehofer die Verlängerung der Lebensarbeitszeit infrage stellen», sagte Seehofer am Dienstag am Rande einer CSU-Fraktionssitzung in München. Es könne nicht sein, dass eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit für die Betroffenen einer Rentenkürzung gleichkomme, weil es für sie keine Beschäftigungsmöglichkeiten gebe, kritisierte der CSU-Vorsitzende.
Deutsch auf Schulhöfen nur auf freiwilliger Basis
Berlin (dpa/bb) - Deutsch kann nach Auffassung der Bildungs- Gewerkschaft GEW nur auf freiwilliger Basis als Schulhofsprache eingeführt werden. Eine bundesweite Verpflichtung dazu ist nach Ansicht von Rose-Marie Seggelke, der Berliner Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), rechtlich nicht möglich und auch nicht durchsetzbar. Das sagte sie am Dienstag im RBB-Inforadio. Falls sich Eltern, Schüler und Lehrer dagegen einig seien, spreche nichts dagegen, das wirke sogar wie ein zusätzlicher Deutschkurs. Zwangsmaßnahmen zum Durchsetzen der Vereinbarung wie Schulverweise oder Polizeieinsätze lehnte Seggelke ab. GEW Berlin
Experte: Studenten statt Experten anwerben
Dresden (dpa/sn) - Bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte sollte aus Sicht des Dresdner Wirtschaftsprofessors Marcel Thum die Aufmerksamkeit vor allem den Studenten gelten. «Die Zuwanderung von Hochqualifizierten läuft über die Hochschulen», sagte der Chef des Dresdner ifo-Instituts am Montag der Nachrichtenagentur dpa. «In den USA etwa funktioniert das ganz gut.» Deshalb sei es wichtig, den ausländischer Uni-Absolventen den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Einen Experten abzuwerben, der sich in seinem Heimatland etabliert habe, sei hingegen schwierig. Die derzeitige Zuwanderungsdebatte sei ohnehin «etwas müßig», sagte der Wirtschaftsprofessor. In der Europäischen Union gebe es bald die volle Freizügigkeit. Die Diskussion um eine erleichterte Zuwanderung könne deshalb nur Ausländer außerhalb der EU betreffen, etwa aus der Türkei.
Leitfaden zu Anerkennung ausländischer Abschlüsse
Dresden (dpa/sn) - Bei der Anerkennung ihrer Bildungsabschlüsse sollen es Ausländer in Sachsen künftig leichter haben. Ein neuer Leitfaden zeigt die unterschiedlich hohen Hürden in verschiedenen Berufen auf und nennt Ansprechpartner. Sachsen sei stark auf beruflich qualifizierte Zuwanderer angewiesen, sagte Sozialministerin Christine Clauß (CDU) am Montag in Dresden. Der von Sozialministerium und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Auftrag gegebene Ratgeber umfasst etwa 200 Seiten und kann im Internet heruntergeladen werden. Bislang gibt es ihn nur auf Deutsch - er soll aber auch noch auf Englisch, Vietnamesisch, Russisch und Polnisch erscheinen. Download Leitfaden
Dreyer hält Integrationsdebatte für schädlich
Mainz (dpa/lrs) - Die neue Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz der Länder, Malu Dreyer (SPD), hält die aktuelle Debatte um Zuwanderung für schädlich und verantwortungslos. Wortführer wie der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Bundestagsabgeordnete Philipp Mißfelder (CDU/Junge Union) «halten sich nicht an Tatsachen, sondern bedienen Klischees und Ängste», sagte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Dreyer der Nachrichtenagentur dpa in Mainz. «Sie gehen nicht fair damit um, wie eigentlich der Stand der Integration in Deutschland ist.» Tatsächlich seien die Zuwanderer eine Bereicherung für das Land.

